Wo sind Monets Seerosen?
Das Missverständnis ist verständlich, und ich korrigiere es fast täglich: In Giverny besichtigt man das Motiv, nicht die Gemälde. Der Wassergarten, ab 1893 angelegt und 1902 mit Seerosen bepflanzt, zwischen 1901 und 1910 erweitert, ist das, was Monet etwa 250 Mal zwischen 1897 und 1926 malte. Das Atelier der Seerosen, 1915 für die großen Panneaux erbaut, kann besichtigt werden, ist aber leer. Die in der Maison de Monet ausgestellten Werke sind die 243 japanischen Holzschnitte aus seiner Sammlung.
Die Gemälde hingegen befinden sich in Paris. Das Musée de l’Orangerie zeigt die acht großen Panneaux in zwei ovalen Sälen, die dank Clemenceau eingerichtet und 1927, fünf Monate nach dem Tod des Malers, eröffnet wurden. Das Musée Marmottan Monet bewahrt die Gemälde, die Michel Monet 1966 der Académie des beaux-arts vermachte. Das Musée d’Orsay besitzt weitere Werke. Ein gelungener Tag kombiniert also beides: Giverny für den Garten, die Orangerie am Vortag oder am nächsten Tag. Die vollständige Geschichte finden Sie unter Monet in Giverny, und den Blütekalender des Teichs unter Blütezeit der Seerosen.
Der Führer der vor Ort geführten Tour zeigt vom japanischen Steg aus die genauen Blickwinkel der Gemälde. So lässt sich der Teich am konkretesten mit den Panneaux der Orangerie verbinden.
Häufige Fragen
Gibt es Gemälde von Monet in Giverny?
Nein, kein Original. Das Haus zeigt seine Sammlung von 243 japanischen Holzschnitten; die Gemälde befinden sich in der Orangerie, im Marmottan Monet und im Orsay. Siehe Lohnt sich Giverny.
Wo kann man die großen Panneaux der Seerosen sehen?
Im Musée de l’Orangerie in Paris, in zwei ovalen Sälen, die eigens für sie entworfen und 1927 eröffnet wurden. Ihre Geschichte wird auf Monet in Giverny erzählt.
Wann kann man die Seerosen im Teich blühen sehen?
Von Ende Juni bis September, morgens und nachmittags. Details unter Blütezeit der Seerosen.